LAW/FLOW
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//Sicherheit

Verschwiegenheit, technisch abgesichert.

Die anwaltliche Verschwiegenheit hängt bei KI an drei Dingen: wo verarbeitet wird, wer vertraglich verpflichtet ist und was sich hinterher belegen lässt. Diese Seite beschreibt für alle drei Punkte, was in einem Law-Flow-Setup tatsächlich eingerichtet wird. Und sie nennt, wo die Grenzen liegen.

//Der Weg einer Anfrage

Was passiert, wenn jemand etwas eingibt.

Die Anfrage verlässt den Rechner verschlüsselt und geht an Ihr eigenes AWS-Konto. Von dort ruft sie das Sprachmodell auf, das innerhalb der EU betrieben wird. Die Antwort geht denselben Weg zurück. Der Inhalt der Anfrage wird dabei nicht gespeichert, weder bei AWS noch beim Modellanbieter, und er wird nicht zum Training verwendet.

Kanzlei Anfrage // EU-REGION FRANKFURT Ihr AWS-Konto eigene Schlüssel Bedrock Sprachmodell Daten bleiben im eigenen Konto Region außerhalb der EU gesperrt per Service Control Policy

Der Weg aus der EU heraus ist nicht abgewählt, sondern gesperrt. Diese Sperre setzen wir auf Ebene der Organisation, oberhalb der einzelnen Konten. Sie greift auch dann, wenn jemand mit Administratorrechten etwas anderes einstellen will.

//Im Konto

Sechs Einstellungen, die den Unterschied machen.

Ein AWS-Konto wird nicht dadurch berufsrechtlich verteidigungsfähig, dass man es eröffnet. Nichts von dem, was hier folgt, steht im Vertrag mit AWS. Alles davon muss jemand vornehmen.

Zwei getrennte Konten

Die Verwaltung liegt in einem eigenen Konto, die tägliche Arbeit in einem zweiten. Das Konto mit den weitreichenden Rechten wird gehärtet und im Alltag nicht benutzt.

EU-Pfad technisch erzwungen

Eine kontoweite Sperre (Service Control Policy) verweigert jeden Aufruf außerhalb der EU sowie die weltweit verteilten Modellprofile. Die Sperre gilt auch für Administratoren und lässt sich aus dem Konto heraus nicht aufheben.

Ein Zugang je Berufsträger

Getrennte Benutzer über AWS Identity Center, jeder mit Mehrfaktor-Anmeldung. Welche Modelle eine Person aufrufen darf, ist einzeln steuerbar.

Protokolle ohne Mandatsinhalte

Die Aufrufprotokollierung ist eingeschaltet, die Aufzeichnung der Inhalte ist abgeschaltet. Dokumentiert wird, wer wann welches Modell in welchem Umfang genutzt hat, nicht was dabei geschrieben wurde.

Eigene Schlüssel

Die Verschlüsselung läuft über Schlüssel in Ihrem Konto, nicht über die Voreinstellung des Anbieters. Übertragung und Speicherung sind verschlüsselt.

Rollout ohne IT-Abteilung

Jeder Arbeitsplatz bekommt eine fertige Konfigurationsdatei. Niemand muss ein Terminal öffnen oder etwas installieren, das über einen Doppelklick hinausgeht.

Zur Übergabe gehört ein Abnahmebericht mit zehn Prüfungen, der jeden dieser Punkte einzeln nachweist. Das Setup gilt erst als geliefert, wenn alle zehn bestanden sind. Sie können den Bericht jederzeit erneut laufen lassen, auch nach Änderungen an Ihrem Konto.

//Vertraglich

Der vertragliche Teil.

//Nachweisbarkeit

Nachweise für Kammer und Mandant.

Zu jedem Berufsträger ist belegbar, wann welche Modelle in welchem Umfang aufgerufen wurden. Die Inhalte der Anfragen stehen bewusst nicht in den Protokollen, sonst würde die Protokollierung selbst zum Problem. Was bleibt, reicht für drei Zwecke: den Nachweis, dass keine Verarbeitung außerhalb der EU stattgefunden hat, die Zuordnung der Kosten auf Mandate oder Berufsträger und die Grundlage für einen eigenen Rechnungsposten gegenüber dem Mandanten.

Dazu kommt die Dokumentation der Konfiguration selbst: ein Übergabedokument mit dem Stand aller Einstellungen und ein Baustein für Ihr Verzeichnis der technischen und organisatorischen Maßnahmen.

//Grenzen

Was wir nicht versprechen.

Jeder Punkt hier wird im Gespräch ohnehin gestellt, meistens von der Person, die IT-Sicherheitsrecht selbst berät. Es ist besser, ihn vorher zu lesen.

Die Verarbeitung ist EU-weit, nicht ausschließlich Frankfurt

Gespeicherte Daten liegen in Frankfurt. Der Modellaufruf selbst kann in einer anderen europäischen Region stattfinden, weil nicht jedes Modell in Frankfurt betrieben wird. Die EU verlässt er nicht. Für die berufsrechtliche Bewertung kann der Unterschied trotzdem zählen, deshalb steht er hier und nicht im Kleingedruckten.

Der CLOUD Act verschwindet nicht

AWS ist ein US-Unternehmen und bleibt es. Praktisch entschärft wird die Frage dadurch, dass die Inhalte nirgends gespeichert werden: ein Zugriff wäre nur im Moment der Verarbeitung möglich. Wer sich der Frage vollständig entziehen will, kommt an eigener Hardware im eigenen Haus nicht vorbei. Anbieter, die mit europäischem Sitz werben, betreiben ihre Modelle überwiegend ebenfalls auf Infrastruktur amerikanischer Konzerne.

Nicht jedes Modell ist am ersten Tag verfügbar

AWS schaltet neuen Konten die jeweils neuesten Modelle nicht sofort frei, sondern nach Auslastung und Verbrauch. Ein leistungsfähiges Modell steht immer bereit, das allerneueste unter Umständen erst einige Wochen später. Wir sagen vor der Beauftragung, was in Ihrer Region tatsächlich freigeschaltet ist.

Websuche und Erweiterungen sind nicht enthalten

Was der Modellanbieter über seine eigenen Server bereitstellt, etwa die Websuche oder den Marktplatz für Erweiterungen, läuft in diesem Betrieb nicht mit. Beides lässt sich nachbauen, ist aber ein eigener Baustein mit eigenem Aufwand.

Und der wichtigste Punkt: Die berufsrechtliche Bewertung im Einzelfall bleibt bei Ihnen. Wir richten eine Umgebung ein, dokumentieren sie und machen sie prüfbar. Ob Ihre Kanzlei sie in ihrer konkreten Mandatsstruktur einsetzen will, entscheiden Sie.

//Prüfen

Sehen Sie sich ein bestehendes Setup an.

Im Erstgespräch zeigen wir ein Kundensetup im laufenden Betrieb, anonymisiert und ohne Mandatsdaten: die Konto- und Rechtestruktur, den gesperrten Pfad nach draußen, die Protokolle. Auf Wunsch schicken wir die Verschwiegenheitsvereinbarung vorab zur Sichtung.

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