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Häufige Fragen aus Kanzleien.

Berufsrecht, Kosten, Dauer, Datenresidenz — die Fragen, die uns Kanzleien vor der KI-Einführung am häufigsten stellen.

Darf ich als Anwalt KI mit Mandatsdaten nutzen?

Das hängt vom eingesetzten Dienst und von der konkreten Ausgestaltung ab. Entscheidend sind unter anderem die Verpflichtung des Anbieters auf die Verschwiegenheit (§ 203 StGB, § 43e BRAO), ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und die Frage, ob Ihre Eingaben zum Training verwendet werden. Wir richten die Umgebung so ein, dass diese Punkte dokumentiert und nachprüfbar sind. Die berufsrechtliche Bewertung im Einzelfall bleibt bei Ihnen.

Mehr dazu: § 43e BRAO: Checkliste für den Cloud-Vertrag

Ist die Nutzung von ChatGPT mit § 203 StGB vereinbar?

Hier ist zwischen Consumer-Diensten und Unternehmens-Setups zu unterscheiden. Frei zugängliche Endkunden-Angebote sind in der Regel weder auf die Verschwiegenheit verpflichtet noch mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag hinterlegt. Unternehmens- und Cloud-Setups — etwa über AWS Bedrock — lassen sich dagegen mit Auftragsverarbeitung, Verpflichtungserklärung für Berufsgeheimnisträger und Protokollierung betreiben. Welcher Weg für Ihre Kanzlei passt, klären wir vor dem ersten Einsatz.

Mehr dazu: EU-Hosting erzwingen, nicht auswählen

Was kostet die KI-Einführung in einer Kanzlei?

Das hängt vom Umfang ab: Ein Starter-Paket mit eigenem AWS-Konto ist ein deutlich kleinerer Baustein als der Aufbau einer Wissensdatenbank über den gesamten Aktenbestand. Wir arbeiten in vier abgegrenzten Bausteinen, die sich einzeln oder nacheinander beauftragen lassen. Den Rahmen für Ihre Kanzlei klären wir im kostenlosen Erstgespräch.

Mehr dazu: Der KI-Einstieg gehört in die non-billable Arbeit

Wie lange dauert die Einführung?

Typisch sind ein bis zwei Wochen für das Starter-Paket, zwei bis vier Wochen für die Kontext-Ebene und vier bis sechs Wochen für KI-Agenten oder die Wissensdatenbank. Ausschlaggebend sind vor allem die Verfügbarkeit Ihrer Daten und die Abstimmungswege in der Kanzlei. Wir beginnen bewusst mit einem kleinen, abgeschlossenen Baustein.

Bleiben unsere Daten in der EU?

Wir richten die Umgebung standardmäßig in europäischen Regionen ein, in der Regel Frankfurt. Entscheidend ist neben der Region auch, welche Modelle und Zusatzdienste Sie einsetzen — nicht jedes Modell ist in jeder Region verfügbar. Diese Punkte legen wir vor der Einführung gemeinsam fest und dokumentieren sie.

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Brauchen wir dafür eine eigene IT-Abteilung?

Nein. Wir richten Konto, Zugänge und Arbeitsoberfläche ein und übergeben eine dokumentierte Konfiguration. Für den laufenden Betrieb genügt in kleineren Einheiten eine Ansprechperson in der Kanzlei; auf Wunsch begleiten wir Pflege und Weiterentwicklung.

Mehr dazu: Sicherheitsgrundlagen für ein Kanzlei-AWS-Konto